Kunst trifft Netzwerk
Valerie Tschida im Gespräch mit Kathrin Schimak
Liebe Valerie, vielen Dank, dass du heute Zeit für uns hast.
Erzähl uns, wie du zur Kunst gekommen bist.
Schon als Kind wollte ich Künstlerin werden, habe diesen Traum aber ad akta gelegt, da die gängige Meinung “Als Künstlerin verdient man nichts, davon kann man ja nicht leben” sehr tief in mir verankert war. Zum Glück konnte ich diesen Glaubenssatz für mich irgendwann widerlegen!
Ich bin dann in die Ortweinschule gegangen, in den Zweig Bildhauerei, habe in der tiergestützten Therapie gearbeitet, und dann habe ich Kunstgeschichte studiert. Eigentlich nur, weil ich nicht nach Wien gehen wollte. Ich habe damals sehr wohl überlegt, in Wien an die Universität für Angewandte Kunst zu gehen, aber meine starke Naturverbundenheit und meine Liebe zu Graz waren maßgebliche Gründe, um hier zu bleiben. Und es war absolut kein Fehler! Denn dieses doch sehr theoretische Studium hat mich sehr inspiriert und angeregt, dass ich wieder mehr zu malen begonnen habe.
Danach kam dann schon die Bühnenmalerei, eine sehr lehrreiche Zeit, eben auch was Maltechniken angeht und vor allem habe ich meine Liebe zum großen Arbeiten entdeckt – je größer, desto lustiger für mich. Irgendwann hat es mich gestört, dass ich immer nur die Umsetzende von Ideen anderer war. Das war mir zu wenig kreativ. In diesem Zuge habe ich begonnen, mich als Portrait- und Auftragsmalerin selbstständig zu machen.
Irgendwann war es soweit, dass mir klar war, ich muss was Eigenes machen. Das war die Zeit in der das upTown Art entstanden ist. Eigentlich ist es dadurch entstanden, dass ein großer Wunsch nach Sichtbarkeit da war, eben für meine eigenen Werke und aber auch ein Netzwerk zu finden, in das ich hinein passe, das auch wirklich einen inspirierenden Input liefern kann.
Du hast dann eigentlich dein Netzwerk selbst erschaffen, oder?
Ja genau, ich habe gestern nachgeschaut, in meinem Verteiler, in den nur Kunstschaffende kommen, die mindestens einmal hier ausgestellt haben sind aktuell 177 Personen. Das finde ich ziemlich beachtlich, vorallem weil ich wirklich bei Null gestartet bin.
Und wie hat das mit dem upTownArt begonnen?
Das upTownArt ist eben aus diesen zwei Wünschen der Sichtbarkeit und der Vernetzung heraus im Februar 2019 als Pop Up Store entstanden und hat sich zur Galerie weiterentwickelt. Während der Pandemie sind wir in die größeren Räume genau gegenüber umgezogen. Jetzt findet man uns in der Sporgasse 24, mit Kunstgalerie, regionalem Kunsthandwerk und einem breiten Workshopangebot.
Was erwartest du dir vom IKFA?
Ich freue mich vor allem auf die Verschränkung der Kunstsparten! Ich selbst liebe es, zu Musik zu malen und werde bei meiner ersten Personale im Schloss St. Martin am 6.3.25 mein erstes LiveDancePainting performen. Ich freue mich schon sehr darauf – kommt vorbei!
In das IKFA werde ich natürlich gerne meinen Erfahrungsschatz einbringen und erwarte mir eigentlich nur, dass es eine wohlwollende Gemeinschaft bleibt und die visionären Ziele so groß bleiben, wie sie gerade sind, oder noch größer werden!
Liebe Valerie, vielen Dank für deine Zeit. Es war schön, ein paar tiefere Einblicke zu bekommen.
Ich wünsche dir alles Gute und, dass viele Menschen den Weg in das upTownArt finden!
Valerie Tschida vor ihren Werken
© Kathrin Schimak

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